Stephan van Vuren
Wo wird Ihre europäische Drohnen-Software tatsächlich entwickelt? Warum das für Betreiber in den Bereichen Sicherheit, öffentliche Sicherheit und kritische Infrastruktur wichtig ist

Kürzlich gab die niederländische Regierung bekannt, dass sie ihre erste Rahmenvereinbarung mit einem europäischen Cloud-Anbieter geschlossen hat. Die Botschaft hinter dieser Entscheidung ist klar: Digitale Souveränität ist von einer politischen Debatte zu einem aktiven Vergabekriterium geworden.
Für Organisationen, die Drohnen in den Bereichen Sicherheit, öffentliche Sicherheit, kritische Infrastruktur und Verteidigung einsetzen, ist dieser Wandel relevant. Und er wirft eine Frage auf, die sich immer mehr Beschaffungsteams stellen: Wo wird Ihre Drohnen-Software tatsächlich entwickelt, wer kontrolliert die Daten, und was bedeutet das für die Souveränität von Drohnendaten in Einsätzen mit hohen Sicherheitsanforderungen?
Die Marktrealität
Der Markt für Drohnen-Software wächst schnell. Ebenso die Zahl der Plattformen, die um die Aufmerksamkeit professioneller Betreiber konkurrieren. Doch wenn man sich die Landschaft der Enterprise-Grade-Software für Drohnenoperationen ansieht, ist das Bild eindeutig: Fast jeder bedeutende Anbieter ist nicht europäisch.
Das ist für europäische Organisationen aus Gründen relevant, die über persönliche Präferenzen hinausgehen. Daten, die über nicht-europäische Plattformen verarbeitet werden, können ausländischem Recht unterliegen. Betriebsdaten von Polizeikräften, Grenzschutzbehörden, Energieunternehmen und Organisationen mit Nähe zur Verteidigung können hochsensibel sein. Live-Übertragungen aus der Einsatzdokumentation, Sicherheitsüberwachung oder Infrastrukturinspektionen erhöhen die Sensibilität zusätzlich. Video-Streams aus laufenden Einsätzen gehören zu den zeitkritischsten und vertraulichsten Daten, mit denen eine Organisation arbeitet. Das ist besonders relevant für Organisationen, die Counter-Drone-Operationen steuern, bei denen Erkennungsdaten und Sicherheitsvideos in einer vertrauenswürdigen operativen Umgebung verbleiben müssen. Wenn diese Daten über Infrastruktur außerhalb europäischer Zuständigkeit geleitet werden, entstehen Risiken, die viele Organisationen bisher noch nicht vollständig berücksichtigt haben. Software zu wählen, die außerhalb Europas entwickelt wurde, bedeutet zu akzeptieren, dass die Infrastruktur, auf der Ihre Missionen aufbauen, außerhalb Ihrer regulatorischen Kontrolle liegt.
AirHub ist anders. Als europäisches Drohnenunternehmen haben wir eine Drohnenoperationsplattform in Europa aufgebaut, finanziert von europäischen Investoren und betrieben nach europäischem Recht. Das ist die Grundlage dafür, wie wir entwickeln und wie wir arbeiten, und sie prägt jede Entscheidung, die wir treffen.
Was europäisch in der Praxis bedeutet
Europäisch zu sein bedeutet, dass Ihre Betriebsdaten im europäischen Rechtsrahmen verbleiben. Es bedeutet, dass die Software, auf der Ihre Drohnenmissionen aufbauen, nicht ausländischen Überwachungsgesetzen unterliegt. Es bedeutet, dass wir, wenn Europa neue Standards für Daten-Governance, Interoperabilität oder Sicherheit setzt, bereits darauf hinarbeiten, diese zu erfüllen, weil sie auch für uns gelten.
Es bedeutet auch, dass wir die betrieblichen Umgebungen verstehen, in denen unsere Kunden arbeiten. Die belgische Polizei, der niederländische Zoll, die portugiesischen Bombeiros und Infrastrukturbetreiber in ganz Europa sind für uns keine Randfälle. Sie sind unser Kernmarkt. Genau diese Behörden und Organisationen der öffentlichen Sicherheit benötigen DSGVO-konforme Drohnen-Software als Mindestanforderung – von Grund auf so entwickelt, dass sie im europäischen Rechtsrahmen betrieben werden kann.
Dazu gehören auch Organisationen, die Drone-in-a-Box-Lösungen in ganz Europa einsetzen, etwa DJI Dock, für automatisierte, dauerhafte Überwachung kritischer Standorte. Bei diesen Einsätzen, in denen eine Drohne autonom arbeitet und fortlaufend sensible Betriebsdaten erfasst, ist die Frage, wo diese Daten verarbeitet und gespeichert werden, besonders dringlich.
Thomas Brinkman, Co-CEO und Mitgründer von AirHub:
„Es gibt einen klaren und wachsenden Bedarf an vertrauenswürdiger Software für einsatzkritische Drohnenoperationen. Europäische Organisationen fragen zunehmend nicht nur, ob eine Plattform funktioniert, sondern ob sie darauf vertrauen können, wer sie entwickelt hat, wohin ihre Daten fließen und welcher Rahmen sie steuert. Als europäisches Unternehmen sind wir darauf ausgelegt, genau diese Fragen zu beantworten.“
Finanziert von Europa, entwickelt für Europa
AirHubs jüngste Series-A-Finanzierungsrunde über 4,4 Millionen Euro wurde vollständig von europäischen Investoren getragen: Keen Venture Partners, RunwayFBU, Lumaux und LUMO Labs. Die Finanzierung wird genutzt, um das AirHub Drone Operations Center weiter zu stärken und in MilHub und SecHub zu expandieren, zwei neue Produkte, die für Verteidigungs- und Sicherheitsoperationen entwickelt wurden. Das spiegelt die wachsende Erkenntnis in der europäischen Investment-Community wider, dass souveräne, vertrauenswürdige Technologie für Sicherheits- und kritische Einsätze eine strategische Priorität ist.
Keen Venture Partners, dessen europäischer Defence Space and Security Fund über 200 Millionen Euro Europas erster dedizierter Verteidigungsfonds ist, sieht AirHub als Teil eines umfassenderen Bestrebens, die europäische technologische Unabhängigkeit zu stärken. Giuseppe Lacerenza, Partner bei Keen Venture Partners, beschrieb AirHub als „gut positioniert, um ein wichtiger Software-Anbieter zu werden“, während Europa seinen Fokus auf Resilienz, Sicherheit und technologische Autonomie verstärkt.
Thomas Brinkman:
„Diese Finanzierung hilft uns, das Wachstum von AirHub als europäisches Softwareunternehmen zu beschleunigen, das Organisationen in Hochrisikoumgebungen unterstützt. Wir sehen einen klaren Bedarf an vertrauenswürdiger, einsatzkritischer Drohnen-Software, die Teams dabei hilft, Drohnenmissionen sicher, effektiv und in großem Maßstab durchzuführen, und zugleich Europas Fähigkeit stärkt, sich in kritischen Einsätzen auf die eigene Technologie zu verlassen.“
Das Gespräch verlagert sich
Der Schritt der niederländischen Regierung hin zu europäischer Cloud-Infrastruktur ist ein Signal unter vielen. In ganz Europa überdenken Beschaffungsteams, politische Entscheidungsträger und Einsatzleiter ihre Technologieabhängigkeiten. Europas neuer Aktionsplan für Drohnen und Counter-Drone-Systeme macht diesen Wandel ausdrücklich deutlich, indem er Datensouveränität und vertrauenswürdige Technologie in den Mittelpunkt der europäischen Resilienzstrategie stellt. Die Frage, wo Software entwickelt wird, wem die zugrunde liegende Infrastruktur gehört und welcher Rechtsrahmen die Daten regelt, rückt vom Rand der Beschaffungsdiskussionen ins Zentrum.
Speziell für Drohneneinsätze ist dieser Wandel längst überfällig. Drohnen sind in Polizeiarbeit, Grenzschutz, Infrastruktursicherheit, Notfallmaßnahmen und zunehmend auch in Verteidigungsnähe fest verankert. Die Software, die diese Missionen steuert, verdient dieselbe Prüfung wie jede andere kritische operative Technologie.
AirHub wurde mit genau dieser Prüfung im Blick entwickelt, weil sie die richtige Grundlage für die Arbeit unserer Kunden ist.
Wenn Sie verstehen möchten, wie europäische Drohnenoperations-Software in der Praxis aussieht, buchen Sie eine Demo mit unserem Team.
Häufig gestellte Fragen
Ist AirHub ein europäisches Unternehmen?
Ja. AirHub hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und operiert nach europäischem Recht. Das Unternehmen wird vollständig von europäischen Investoren finanziert und entwickelt seine Software in Übereinstimmung mit der DSGVO und europäischen Daten-Governance-Rahmenwerken.
Warum ist es wichtig, dass Drohnen-Software europäisch ist?
Drohnenoperationen in den Bereichen öffentliche Sicherheit, Sicherheit und kritische Infrastruktur erzeugen sensible Daten, darunter Livestreams, Flugprotokolle und Betriebsmuster. Software, die außerhalb Europas entwickelt wurde, kann ausländischem Recht und Überwachungsgesetzen unterliegen. Die Wahl europäischer Software ist ein Schritt, um sicherzustellen, dass Daten-Governance, rechtliche Aufsicht und Compliance-Anforderungen mit dem EU-Rahmen übereinstimmen, statt ausländischer Zuständigkeit unterworfen zu sein.
Welche Sektoren bedient AirHub?AirHub bedient Organisationen der öffentlichen Sicherheit, Sicherheitsdienstleister und Betreiber kritischer Infrastrukturen in ganz Europa und darüber hinaus. Zu den Kunden zählen Dubai Police, die belgische Polizei, die portugiesischen Bombeiros, der niederländische Zoll, Shell und Boskalis.