Stephan van Vuren

"Technologie funktioniert nur, wenn sie integriert ist": Joost Tuinman von Gardener Consultancy über Drohnen, Verteidigung und die Partnerschaft mit AirHub

Ein Bild von Stephan van Vuren und Thomas Brinkman, Geschäftsführern und Gründern von AirHub, zusammen mit Joost Tuinman, Inhaber von Gardener Consultancy.

AirHub hat eine strategische Partnerschaft mit Joost Tuinman von Gardener Consultancy angekündigt. Joost bringt 27 Jahre Erfahrung als Offizier in der niederländischen Armee mit, einschließlich leitender Positionen beim Korps Commandotroepen (KCT) und SOCOM (dem Hauptquartier für Spezialoperationen), gefolgt von Jahren im Verteidigungsministerium in Den Haag. Heute arbeitet er an der Schnittstelle von Verteidigung, Sicherheit, Industrie und Innovation. Wir haben mit ihm über den Markt, die Rolle der Technologie und die Bedeutung dieser Partnerschaft für die Zukunft von AirHub gesprochen.

Eine Karriere an der Schnittstelle von Strategie und Operationen

Nach fast drei Jahrzehnten im Militär vollzog Joost vor etwa einem Jahr den Wechsel in die Privatwirtschaft. Durch Gardener Consultancy unterstützt er nun Organisationen und Führungskräfte dabei, klare strategische Entscheidungen zu treffen und diese in konkrete Ergebnisse umzusetzen.

"Mein Ansatz ist, was ich 'vom Strategy to Tactics' nenne," erklärt er. "Es geht nicht nur ums Denken, sondern ums Handeln. Tatsächlich Fähigkeiten, Dienstleistungen und Produkte aufzubauen."

Seine Schwerpunktbereiche umfassen unbemannte Systeme, Sensor-to-Shooter-Ketten, datengetriebene Operationen und öffentlich-private Zusammenarbeit. "Meine Rolle ist oft die eines Vermittlers und Beschleunigers: sicherzustellen, dass Regierung, Industrie und Technologie zueinander finden und konkrete Lösungen mit echter Entscheidungsdynamik erreicht werden."

Vom Experimentieren zur Operationalisierung

Der Drohnensektor ändert sich schnell, und Joost sieht einen deutlichen Wandel in der Herangehensweise von Sicherheitsorganisationen an die Technologie.

"Was man sieht, ist ein Übergang vom Experimentieren zur Operationalisierung. Drohnen sind kein Innovationsprojekt mehr. Sie werden zu einem wesentlichen Bestandteil der operativen Einsätze, Geschäftsaktivitäten und der Informationsbeschaffung."

Konflikte wie der in der Ukraine haben dieses Bewusstsein erheblich geschärft, sagt er. "Sie machen schmerzhaft klar, dass Geschwindigkeit, Umfang, Masse und Technologie, die zusammenarbeiten, entscheidend sind. Drohnen spielen dabei eine Schlüsselrolle."

Aber Technologie allein reicht nicht aus. "Die eigentliche Erkenntnis ist, dass Technologie nur funktioniert, wenn sie integriert ist, nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und doktrinär, und kompatibel mit anderen Systemen und Plattformen ist. Organisationen, die das richtig machen, haben einen strategischen Vorteil."

Warum AirHub und Gardener Consultancy perfekt zusammenpassen

Die Partnerschaft zwischen AirHub und Gardener Consultancy entstand aus einem gemeinsamen Verständnis dafür, wohin der Markt steuert.

"AirHub hat eine Plattform aufgebaut, die direkt das Bedürfnis adressiert, Kontrolle, Compliance und Skalierbarkeit von Drohnenoperationen in den Alltag zu integrieren," sagt Joost. "Und es dient auch als Planungswerkzeug für zukünftige Operationen, was oft übersehen wird."

Was die Zusammenarbeit laut Joost erfolgreich macht, ist die Komplementarität zwischen den beiden Parteien. "AirHub bringt eine starke technologische Basis. Ich bringe den Kontext von Verteidigung, Sicherheit und Entscheidungsfindung mit. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Technologie nicht nur funktional ist, sondern tatsächlich dort angewendet wird, wo es zählt."

Die größten Chancen: Europa und strategische Autonomie

Beim Blick auf den Markt sieht Joost erhebliches Potenzial für AirHub sowohl in den Niederlanden als auch international.

"Innerhalb der Niederlande gibt es Möglichkeiten, den Drohneneinsatz innerhalb von Verteidigungs- und Sicherheitsdiensten weiter zu professionalisieren. International, und zunächst innerhalb Europas, sehe ich dieselben Möglichkeiten, aber mit einer zusätzlichen Dimension: strategische Autonomie."

Organisationen suchen zunehmend nach europäischen Lösungen, die zuverlässig, sicher und interoperabel sind. "Da kann sich AirHub stark positionieren."

Seine umfassendere Vision geht weiter. "Das eigentliche Wachstum liegt darin, AirHub als Teil eines größeren Drohnen-Ökosystems zu entwickeln, in dem Daten, Sensoren und Kommando und Kontrolle zusammenkommen. Nicht als eigenständige Anwendung, sondern als wertvolle Plattform innerhalb eines operativen Systems."

Die Lücke zwischen öffentlich und privat überbrücken

Eine der wiederkehrenden Herausforderungen im Sicherheitssektor ist die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Behörden und privaten Technologieunternehmen. Joost kennt das Terrain gut.

"Öffentlich-private Zusammenarbeit ist unerlässlich, aber in der Praxis oft komplex, langsam und bürokratisch. Der öffentliche Sektor arbeitet aus der Perspektive von Compliance und Risikomanagement, während der private Sektor Geschwindigkeit, Innovation und Entschlossenheit mitbringt. Diese beiden Welten müssen zueinander finden, und das passiert nicht automatisch."

Ein bedeutender Teil seiner Arbeit besteht darin, diese Lücke zu überbrücken, die manchmal als das Tal des Todes bezeichnet wird. "Sicherzustellen, dass die Zusammenarbeit konkret wird, mit klaren Zielen, Governance und gegenseitigem Verständnis. Nur dann kann man Technologie viel schneller und effektiver in Operationen bringen. Und letztlich ist es genau das, worum es geht."

Software als kritische Ebene

Wenn es darum geht, warum Drohnen-Software speziell für die Herausforderungen relevant ist, denen sich Sicherheitsorganisationen heute gegenübersehen, ist Joost direkt.

"Der wahre Wert der AirHub-Plattform liegt nicht im Fliegen selbst. Es geht um die Fähigkeit, Operationen zu planen, zu steuern und zu verstehen, in Echtzeit und im großen Maßstab."

Software, argumentiert er, ist die kritische Ebene, die Planung, Ausführung, Überwachung und Analyse in einer integrierten Umgebung zusammenführt. "Das schafft einen Überblick und Kontrolle über Operationen, die immer komplexer werden."

Skalierbarkeit ist ein weiterer entscheidender Faktor. "Verteidigungs- und Sicherheitsorganisationen arbeiten nicht mehr mit einer einzelnen Drohne. Sie arbeiten gleichzeitig mit mehreren Systemen, oft in dynamischen und risikoreichen Umgebungen auf der ganzen Welt. Ohne robuste Software wird das unkontrollierbar."

"Die Stärke liegt darin, Planung, Ausführung, Datenverarbeitung und Management in einem System zusammenzuführen. Dann ist der Drohneneinsatz keine isolierte Aktivität mehr, sondern ein integraler Bestandteil des operativen Handelns."

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