Thomas Brinkman
Waldbrände verschärfen die Luftkrise. Hier ist, was wir dagegen tun.

Letzte Woche landete ein neuer Bericht, an den ich immer wieder denken muss. IQAir analysierte Luftqualitätsdaten aus 9.446 Städten in 143 Ländern. Ihr Fazit: Nur 13 Länder der Welt atmen derzeit Luft, die den Sicherheitsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspricht. In Europa sind es nur drei: Andorra, Estland und Island.
91 Prozent der Länder verfehlten das Ziel. Und die Situation wird schlimmer, nicht besser.
Der Bericht weist auf einen der am schnellsten wachsenden Faktoren für schlechte Luftqualität hin: Rauch durch Waldbrände. 2025 war das schlimmste Waldbrandjahr in der EU-Geschichte. Brände fegten im Sommer durch Europa und zerstörten Bauernhöfe, Wälder und Häuser. Die 25 am stärksten verschmutzten Städte der Welt lagen alle in Indien, Pakistan und China. Und weltweit verursachten extreme Wetterbedingungen kurzfristige wirtschaftliche Verluste von mindestens 43 Milliarden Euro.
Ich habe das hautnah erlebt.
Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit den Bombeiros Portugal, der nationalen Feuerwehr Portugals, zusammen. Portugal steht regelmäßig vor einigen der zerstörerischsten Waldbrandsaisons Europas. Die Bombeiros arbeiten unter enormem Druck: weites Gelände, schnell bewegende Brände, begrenztes Situationsbewusstsein und Besatzungen vor Ort, die sofort genaue Informationen benötigen.
Genau hier verändert Drohnentechnologie das Gleichgewicht.
Mit Drohnen, die als Teil einer koordinierten Luftreaktion eingesetzt werden, erhalten Feuerkommandanten Echtzeit-Einsicht in Brandfronten, Windverhalten und gefährdete Gebiete. Teams können genauer positioniert werden. Evakuierungen können schneller eingeleitet werden. Entscheidungen, die früher auf unvollständigen Informationen basierten, werden nun mit einem aktuellen Lagebild von oben getroffen.
Die Bombeiros tun dies bereits.

Der Zusammenhang zwischen Waldbränden und Luftqualität ist direkt. Feine Partikel aus Rauch, bekannt als PM2.5, gehören zu den schädlichsten Schadstoffen, die wir kennen. Partikel kleiner als 2,5 Mikrometer dringen tief in die Lunge ein und gelangen in den Blutkreislauf. Sie stehen in Verbindung mit Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Langzeiterkrankungen. Wenn ein großes Feuer mehrere Tage brennt, erstrecken sich die Auswirkungen auf die Luftqualität über Hunderte Kilometer über das Feuer hinaus.
Brände schneller einzudämmen, ist nicht nur ein operationeller Erfolg. Es ist ein Eingriff im Bereich der öffentlichen Gesundheit.
Bei AirHub entwickeln wir die Software, die Drohnenoperationen strukturiert, regelkonform und skalierbar macht. Ob es sich um ein einzelnes Drohnenteam handelt, das eine lokale Feuerwehr unterstützt, oder um ein nationales Drone as a First Responder (DFR) Programm – der zugrundeliegende Bedarf ist derselbe: zuverlässige Koordination, klare Daten und die Fähigkeit, schnell zu handeln, wenn sich Bedingungen ändern.
Der IQAir-Bericht ist eine Erinnerung daran, dass Luftqualität ein Sicherheitsproblem ist. Ein Problem, das jedes Mal schlimmer wird, wenn ein großes Feuer zu lange unkontrolliert bleibt.
Die Technologie, um effektiver zu reagieren, existiert bereits. Was es braucht, ist die Infrastruktur, um sie in großem Maßstab einzusetzen.
Das ist die Arbeit, die wir jedes Jahr zusammen mit Teams wie den Bombeiros leisten.
Thomas Brinkman ist Mitbegründer und Co-CEO von AirHub, Software für Drohneneinsätze für öffentliche Sicherheit, kritische Infrastruktur und Sicherheitsorganisationen weltweit.
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