Nerissa Goedhardt

Nerissa Goedhart

Nerissa Goedhart

Marketing Manager

Bevor sie zu AirHub kam, gestaltete Nerissa mehr als fünf Jahre lang die Content-Strategie im Bereich Finanz-SaaS und leitete lokalisierte Kampagnen für CFOs und Finanzteams in verschiedenen Märkten. Diese Erfahrung, komplexe, technische Themen in Inhalte zu verwandeln, die wirklich ankommen, fließt direkt in ihre Arbeit bei AirHub ein.

Bei AirHub leitet Nerissa das Marketing in allen Märkten des Unternehmens und sorgt dafür, dass sich die Inhalte überall dort wie zu Hause anfühlen, wo sie ankommen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Kundengeschichten – jenen Momenten, in denen eine Drohnenmission die Art und Weise verändert, wie ein Team auf einen Vorfall reagiert. Um diese Geschichten hautnah einzufangen, besucht sie regelmäßig Kunden im Außeneinsatz. Da sie selbst eine Drohnenlizenz besitzt, hat sie auch ein praktisches Verständnis für die operative Seite des Geschäfts und nicht nur für die Software.

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Nerissa Goedhart

Perimeterschutz mit Drohnen bei Nacht

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Content

Perimeterschutz mit Drohnen: Was sich durch Dockingstationen ändert und welche Regeln weiterhin gelten

Eine Drohne in einer Dockingstation auf einem weitläufigen Gelände verändert zwei entscheidende Dinge: Sie patrouilliert den Zaunverlauf, ohne dass jemand vor Ort patrouillieren muss, und sie erreicht einen ausgelösten Sensor in der Zeit, die man sonst braucht, um zu entscheiden, welcher Kamerabildschirm aufgeschaltet werden soll.

Beides lässt sich unkompliziert einrichten. Was jedoch wirklich darüber entscheidet, ob ein Sicherheitsprogramm funktioniert, liegt eine Ebene tiefer: Ein gewerblicher Sicherheitsdienstleister unterliegt regulatorischen Vorgaben, die für Polizeikräfte oft nicht gelten – und jeder Flug muss diese Anforderungen erfüllen, bevor die Drohne das Dock verlässt.

Sicherheitsdienst ist keine Polizeiarbeit – und die Vorschriften unterscheiden hier klar

Dieser Punkt wird immer wieder übersehen, ist aber das Wichtigste, was ein Sicherheitsteam verstehen muss, bevor Investitionsentscheidungen getroffen werden.

Gemäß Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2018/1139 fallen Einsätze von Militär, Zoll, Polizei, Such- und Rettungsdiensten, Feuerwehr, Grenzschutz oder Küstenwache, die unter der Kontrolle und Verantwortung eines Mitgliedstaats durchgeführt werden, nicht unter den EU-Luftfahrtrahmen. Die Mitgliedstaaten können entscheiden, diese wieder einzubeziehen, was einige auch tun – die Ausgangslage ist jedoch, dass für ein polizeiliches und ein gewerbliches Drohnenprogramm unterschiedliche Regeln gelten.

Ein Sicherheitsunternehmen, das ein Privatgelände schützt, ist ein ziviler Betreiber wie jeder andere auch. Flüge außerhalb der Sichtweite des Piloten (BVLOS) fallen in die „spezifische“ Kategorie. Das erfordert eine Risikobewertung nach SORA 2.5 und eine Betriebsgenehmigung der zuständigen nationalen Luftfahrtbehörde. Die Auflagen dieser Genehmigung gelten für jeden einzelnen Flug – auch für vollautomatisierte Missionen.

Für Sicherheitsverantwortliche lautet die eigentliche Frage daher: Ermöglicht das System einen verlässlich wiederholbaren Flugbetrieb, der sich jederzeit revisionssicher gegenüber Prüfern nachweisen lässt?

Patrouillieren entlang des Zauns

Eine Zaunüberwachung folgt immer derselben Route, die wiederholt abgeflogen wird – genau dafür sind gespeicherte Missionen da. Die Route wird einmal im Missions-Editor angelegt, Höhe, Kamerawinkel und Haltepunkte des Fluggeräts werden definiert, und der Patrouillenflug läuft absolut identisch ab – unabhängig davon, wer gerade Schicht hat.

Diese Wiederholgenauigkeit ist nicht nur praktisch, sondern aus zwei weiteren Gründen essenziell: Der Vergleich eines heutigen Überflugs mit der Vorwoche funktioniert nur, wenn das Fluggerät dieselbe Linie in exakt derselben Höhe geflogen ist. Zudem bleibt eine Genehmigung für einen definierten Einsatz nur gültig, solange der Betrieb unverändert bleibt – was eine gespeicherte Mission garantiert, ein manuell gesteuerter Flug hingegen nicht.

Reaktion auf Sensoren ohne eigene API

Die meisten zu sichernden Areale verfügen bereits über Sensorik: Zaunvibrationssensoren, Lichtschranken oder Kameras mit Analysefunktionen. Systeme, die vor Jahren installiert wurden, besitzen jedoch oft keine Schnittstelle zur direkten Anbindung.

Dafür gibt es eine praxistaugliche Lösung: Sie erstellen für jeden Sensor eine Vorlage, die nach dem jeweiligen Sensor benannt ist und eine direkte Route vom Dock zum Sensorstandort enthält. Löst beispielsweise „Sensor 3“ aus, startet der Operator die Vorlage „Sensor 3“, und das Fluggerät fliegt den Punkt gezielt an.

Die Routenführung erfolgt vollautomatisch. Auf der Karte definierte Zonen und Flugverbotszonen werden auf dem Weg eingehalten. Ein Fluggerät, das einen Sensor nahe einer Grundstücksgrenze ansteuert, umfliegt gesperrte Bereiche automatisch, anstatt die direkte Luftlinie zu wählen. Mit Kartenmarkierungen lassen sich einsatzrelevante Punkte klar kennzeichnen: Tore, Gefahrenbereiche oder Orientierungspunkte, die ein Operator auch bei Dunkelheit sofort finden können muss.

Verfügt ein Sensorsystem über eine Schnittstelle, lässt sich dieselbe Reaktion vollautomatisch auslösen. Der vorlagenbasierte Ansatz sorgt jedoch dafür, dass auch die restlichen 90 Prozent der bestehenden Bestandsinfrastruktur ab Tag eins nutzbar sind.

Erfüllung der Auflagen vor jedem Flug

Genau hier beweist eine professionelle Betriebsführungsplattform ihren Wert für Sicherheitsdienstleister.

Die Checkliste. Aus Ihrer SORA-Bewertung ergeben sich Bedingungen, die vor jedem Flug zwingend erfüllt sein müssen. Eine direkt in die Startsequenz integrierte Checkliste holt diese Vorgaben aus der Schublade auf den Bildschirm: Der Operator arbeitet sie digital ab, und das System dokumentiert lückenlos, was wann und von wem geprüft wurde.

Wetter am Dock und Wetterprognose. Sowohl die aktuellen Bedingungen am Dock als auch die Vorhersage für das geplante Einsatzfenster fließen in die Go/No-Go-Entscheidung ein – und bei den meisten Betriebsgenehmigungen muss diese Entscheidung nachweisbar dokumentiert werden.

Luftraumverkehr im Umfeld. Die SafeSky-Integration zeigt bemannten Flugverkehr in niedrigen Höhen an – aggregiert aus über 30 Datenquellen wie ADS-B, Mode-S und FLARM sowie einer Community aus Piloten der Allgemeinen Luftfahrt. Für einen Sicherheitsbetreiber geht es dabei um mehr als reine Situationserkennung: Echtzeit-Verkehrsdaten sind in der SORA als Maßnahme zur Minderung des Luftfallrisikos anerkannt. Betreiber konnten damit nachweislich eine niedrigere Luftrisikoklasse in ihrer Bewertung geltend machen. Ein Punkt, den Sie unbedingt mit den Verfassern Ihres Betriebskonzepts besprechen sollten.

Womit das Einsatzteam tatsächlich arbeitet

Die Wahl der Nutzlast richtet sich nach dem Einsatz: Weitwinkelkameras für Routinepatrouillen, Wärmebild für Nachteinsätze oder Situationen, in denen Personen unentdeckt bleiben wollen. Beide Bildquellen laufen in denselben Livestream ein.

Erfordert die Lage ein Abweichen von der automatisierten Route, übernimmt der Operator die manuelle Steuerung per Tastatur oder Joystick und fliegt das System selbst weiter. 

Das Live-Bild lässt sich nahtlos in bestehende Arbeitsumgebungen einbinden. AirHub überträgt Drohnen-Videostreams über Streaming-Protokolle wie RTSP und RTMP direkt in Ihr Videomanagementsystem. Live-Bilder aus der Luft erscheinen so direkt neben den stationären Kameras im Kontrollraum, anstatt auf einem separaten Monitor. Das Drone Operations Centre funktioniert auch in die Gegenrichtung: Es bündelt Videostreams, Kartendaten und Sensordaten in einem gemeinsamen Lagebild für die Einsatzkoordination.

Wo Ihre Daten liegen

Kamerabilder von geschützten Betriebsgeländen sind hochsensibel. Bei vielen Sicherheitsausschreibungen steht die Frage des Datenspeicherorts deshalb an erster Stelle – noch vor den eigentlichen Systemfunktionen.

AirHub ist ein europäisches Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden. Unsere Plattform ist nach ISO 27001 sowie ISO 9001 zertifiziert und erfüllt vollumfänglich die DSGVO sowie europäische Datenschutzstandards. Für Organisationen, die maximale Kontrolle über ihre Betriebsdaten benötigen, ist auch ein On-Premise-Betrieb oder ein Deployment in einer Private Cloud möglich. Bei Sicherheitsaudits von Auftraggebern ist dieser Nachweis oft die entscheidende Hürde.

Auf unserer Sicherheitsseite erfahren Sie im Detail, wie alle Komponenten ineinandergreifen. Zudem unterstützt unser regulatorisches Beratungsteam Betreiber umfassend auf dem Weg zur behördlichen Betriebsgenehmigung.

Das neue DJI Dock 4

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Das DJI Dock 4 ist da – und AirHub ist bereit dafür

DJI hat heute das Dock 4 vorgestellt – zusammen mit einem neuen Fluggerät, der Matrice 5TD. Das Datenblatt ist umfangreich, doch eine Zahl sticht besonders hervor: Das Dock tauscht eine leere Batterie in nur 25 Sekunden gegen eine voll geladene aus. Bisher lud jedes marktgängige Dock den Akku direkt im gelandeten Fluggerät auf, was jeweils etwa eine halbe Stunde dauerte.

Diese eine Änderung definiert die Wirtschaftlichkeit und Einsatzlogik eines Dock-Netzwerks grundlegend neu. Hier erfahren Sie, was das für die drei Einsatzbereiche bedeutet, mit denen wir am häufigsten arbeiten.

Was 25 Sekunden für die Gebietsabdeckung bedeuten

Ein Dock, das den Akku im Fluggerät auflädt, deckt seinen Einsatzradius nur über Teilabschnitte des Tages ab. Fliegen Sie einen Notfalleinsatz, kehrt die Drohne zum Dock zurück und ist für die nächsten dreißig Minuten nicht einsatzbereit – genau in dem Zeitfenster, in dem häufig der Folgeeinsatz eingeht. Einsatzprogramme behalfen sich bislang mit der Anschaffung eines zweiten Docks: ein zweites Fluggerät, ein zweites Dach, ein weiterer Stromanschluss und eine zusätzliche Genehmigung – nur um ein Problem zu lösen, das im Grunde an einer einzigen leeren Batterie lag.

Mit einer Turnaround-Zeit von nur 25 Sekunden ist die Verfügbarkeit nicht länger der limitierende Faktor – die Reichweite übernimmt die Führung. Die praktische Berechnung wird einfach: Die Matrice 5TD fliegt mit bis zu 21 m/s zum Einsatzort; eine Minute Flugzeit entspricht also etwa 1,25 km in direkter Linie. Zieht man die Startsequenz und die Steigzeit ab (und plant keine rein geradlinige Strecke ein, da Flugverbotszonen und Hindernisse reale Routen verlängern), erhält man den tatsächlichen Einsatzradius. Mit einem Dock samt Schnellwechselsystem halten Sie diese Abdeckung kontinuierlich aufrecht – statt nur für die Hälfte jeder Stunde.

Auch die Flugdauer macht einen Sprung: Ein Einzelflug der Matrice 5TD erreicht bis zu 59 Minuten. Auf einen längeren Einsatz folgt somit nur noch eine minimale Pause statt einer langen Ausfallzeit.

Sergey Georgiev, Senior BD Manager bei AirHub und ehemaliger DJI-Mitarbeiter:

„Jedes Drohnenteam für öffentliche Sicherheit, mit dem ich spreche, stellt dieselbe Frage zur Wartezeit zwischen Flügen. Bis heute lautete die einzige Antwort: ein zweites Dock. Zudem verbessert eine weitere Nuance die Einsätze spürbar: Durch die höhere Horizontalgeschwindigkeit von 21 m/s sind DFR-Einheiten noch schneller am Einsatzort.“

Öffentliche Sicherheit: Wertvolle Sekunden zwischen Notruf und Lagebild

Für „Drone as First Responder“-Programme (DFR) war genau diese Pause bisher die größte Einschränkung. Die Polizei von Dubai erreicht Einsatzorte mit AirHub bereits in durchschnittlich rund 90 Sekunden. Die veröffentlichte Studie zu ihren Einsätzen im Jahr 2023 belegt durchschnittliche Eintreffzeiten von 1 Minute 25 bis 1 Minute 28 bei 1.502 Vorfällen.

Zwei weitere Merkmale bieten hier entscheidende Vorteile: Die Drohne-zu-Cloud-Latenz liegt beim neuen System bei lediglich bis zu 160 ms – etwa ein Drittel weniger als bei der Vorgängergeneration. Das Ergebnis ist ein spürbar flüssigeres Live-Bild für die Einsatzleitung. Zudem setzt die Vollfarb-4K-Nachtsicht ohne Scheinwerfer neue Maßstäbe bei der nächtlichen Lagebeurteilung, ergänzt durch eine Wärmebildkamera für thermische Analysen.

Darüber hinaus transportiert das Fluggerät Nutzlasten von bis zu 450 g, darunter Lautsprecher und Scheinwerfer. Bei einer nächtlichen Suche eröffnet ein Lautsprecher zur direkten Ansprache von Personen am Boden völlig andere taktische Möglichkeiten als eine reine Beobachtungskamera.

Kritische Infrastruktur: Inspektionen ohne Plattformwechsel

Die Matrice 5TD vereint Teleobjektiv, Infrarot, Laser-Entfernungsmesser und Nachtsicht in einem einzigen Fluggerät. Damit entfällt der bisherige Kompromiss, sich bereits vor dem Start auf eine bestimmte Nutzlast festlegen zu müssen, noch bevor das tatsächliche Schadensbild bekannt ist.

Das 11-fach-Teleobjektiv löst Details auf 400 m Distanz auf und erkennt feinste Defekte an Freileitungen aus 100 m Entfernung. Die Infrarotkamera macht Überhitzungen und beschädigte Isolatoren sichtbar. Der Laser-Entfernungsmesser arbeitet auf Distanzen bis zu 3 km und blendet Koordinaten direkt in das Live-Bild ein. Die Vermessungsgenauigkeit erreicht bis zu 10 cm.

Für Einsätze in unmittelbarer Nähe aktiver Anlagen ist die Hinderniserkennung ausschlaggebend: Ein Drei-Wege-mmWave-Radar, ein rotierender LiDAR-Sensor und eine omnidirektionale visuelle Sensorik greifen nahtlos ineinander. Die Erkennung auf Leitungsniveau erfasst selbst dünne Hindernisse wie Stromtrassen bei Nacht zuverlässig.

Sicherheit & Werkschutz: Nachtpatrouillen, die wirklich die ganze Nacht laufen

Im Perimeterschutz gab bislang der Ladezyklus das Patrouillenintervall vor – eine denkbar ungeeignete Grundlage für die Frage, wie oft ein Zaun kontrolliert werden muss. Fällt diese Hürde weg, richtet sich das Einsatzintervall wieder rein nach der individuellen Risikobewertung.

Mehrere Neuerungen zielen direkt auf Sicherheits- und Überwachungsmissionen ab: Das integrierte, anpassbare Warnlicht signalisiert Präsenz bei Patrouillengängen ohne zusätzliche Montage. Lautsprecher und Scheinwerfer stehen als Payloads bereit. Das Dock arbeitet zuverlässig in einem Temperaturbereich von -40 °C bis 50 °C – mit Akku-Vorwärmung bei Frost und integrierter Klimatisierung bei Hitze. Das Fluggerät startet, landet und operiert bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 12 m/s und leitet bei plötzlich auftretenden Windspitzen automatisch einen Sink- und Rückflug ein.

Witterungsbedingungen sind die häufigste Ursache für ausgefallene Patrouillen und verpasste Reaktionszeiten. Ein erweitertes Betriebsfenster bietet daher in der Praxis einen unschätzbaren operativen Mehrwert.

Regulatorische Details mit weitreichender Wirkung

Ein Detail in der Ankündigung von DJI verdient besondere Beachtung: Die Matrice 5TD verfügt über ein Flight Termination System (FTS). DJI beschreibt dies als zentrale technische Voraussetzung für die C6-Klassifizierung, das bei einer Verletzung von Geocaging-Grenzen manuell oder automatisch ausgelöst werden kann.

C6 ist die erforderliche Klassen-Kennzeichnung für STS-02 – das europäische Standardszenario für Flüge außerhalb der Sichtweite (BVLOS). Ein Betrieb nach STS-02 basiert auf einer einfachen Betriebserklärung gegenüber Ihrer nationalen Luftfahrtbehörde anstelle einer aufwendigen individuellen Betriebsgenehmigung – und diese Erklärung wird in allen EASA-Mitgliedstaaten anerkannt. Für europäische Betreiber kann der Unterschied zwischen dem standardisierten Erklärungsweg und einem individuellen SORA-Verfahren viele Monate Zeitersparnis bedeuten.

Ob ein spezifisches Fluggerät und dessen Konfiguration tatsächlich die C6-Kennzeichnung trägt, klären Hersteller und Behörden. Es lohnt sich, diese Frage frühzeitig zu adressieren, da sie den gesamten Projektzeitplan bestimmt. Unser regulatorisches Beratungsteam unterstützt Betreiber gezielt bei genau diesen Fragestellungen.

Die Rolle von AirHub

Ein Dock, das über die gesamte Schicht hinweg einsatzbereit ist, fliegt ungleich häufiger. Jeder dieser Flüge erfordert eine präzise Routenplanung, ein aktives Monitoring des Lagebilds und eine lückenlose Dokumentation im Nachgang. Dieser Arbeitsaufwand wächst proportional zur Fluganzahl – und genau hier setzt AirHub an.

Sergey ergänzt:

„Die höhere Fluggeschwindigkeit der neuen Matrice 5TD in Kombination mit AirHubs SmartDispatch und der intelligenten Routenplanung ermöglicht es BOS-Kräften, noch schneller als bisher vor Ort zu sein.“

Missionsplanung und hinterlegte Routen im Missionseditor stellen sicher, dass Alarmierungs- oder Patrouillenflüge stets reproduzierbar ablaufen und Einsätze direkt vergleichbar bleiben. Live-Operationen und ein einheitliches Lagebild im Drone Operations Center sorgen dafür, dass Entscheidungsträger in Echtzeit sehen, was die Drohne erfasst. Flottenmanagement behält Fluggeräte, Docks und Piloten im Blick – inklusive rechtssicherer Flugaufzeichnungen, die jeder behördlichen Prüfung standhalten.

AirHub ist von Grund auf herstellerunabhängig konzipiert. Angesichts immer kürzerer Hardware-Zyklen ist dies ein entscheidender Vorteil: Eine Plattform, die an einen einzigen Hersteller gebunden ist, limitiert Ihre Flottenentscheidungen für die gesamte Laufzeit des Programms.

AirHub ist zudem ein europäisches Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden. Die Plattform ist nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert, entspricht vollständig der DSGVO sowie europäischen Datenschutzanforderungen und kann wahlweise On-Premise oder in einer Private Cloud betrieben werden – ideal für Organisationen, die die uneingeschränkte Kontrolle über ihre Einsatzdaten behalten müssen.

Auf unseren Seiten für Öffentliche Sicherheit und Werkschutz erfahren Sie im Detail, wie die Komponenten ineinandergreifen. In Kürze zeigen wir Ihnen das neue Dock im Live-Einsatz mit AirHub.

Dubai Police Drone Box

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Was die Faktenlage zum Einsatz von Drohnen als Ersthelfer wirklich zeigt

Behauptungen über Drohnen als Ersthelfer (Drone as First Responder) sind leicht zu finden. Veröffentlichte Belege sind weitaus seltener. Die meisten auf dem Markt kursierenden Zahlen stammen von Anbieter-Websites und Präsentationsfolien von Konferenzen, und ein Beschaffungsausschuss wird sie dementsprechend skeptisch behandeln.

Dieses Bild hat sich im September ein wenig geändert, als eine Studie über eines der größten im Einsatz befindlichen Programme in einer von Experten begutachteten Fachzeitschrift (Peer-Review) veröffentlicht wurde. Dieser Beitrag zeigt auf, was tatsächlich gemessen wurde, woher die Zahlen stammen und hinter welchen Behauptungen nach wie vor keine harten Fakten stehen.

Der bislang stärkste Datensatz

Im September 2026 veröffentlichte Policing: A Journal of Policy and Practice (herausgegeben von der Oxford University Press) eine Studie über das Drone-Box-System der Polizei von Dubai, verfasst von Forschern der Dubai Police Academy zusammen mit der operativen Hauptabteilung der Behörde.

Die Studie deckt das gesamte Jahr 2023 und jeden drohnenunterstützten Einsatz in diesem Zeitraum ab: 1.502 Vorfälle, von denen 1.496 nach Schweregrad klassifiziert wurden. Das ist methodisch von großer Bedeutung, da es sich um die Gesamtpopulation und nicht nur um eine Stichprobe handelt, wodurch die Frage nach der Selektion der Fälle entfällt.

Die Reaktionszeiten sind über alle Vorfallsarten hinweg konsistent. Die durchschnittliche Ankunftszeit betrug 1 Minute 25 Sekunden bei Vorfällen, die als sehr kritisch eingestuft wurden, 1 Minute 28 Sekunden bei kritischen und 1 Minute 26 Sekunden bei normalen Vorfällen. Die Mediane liegen innerhalb von ein bis zwei Sekunden des Mittelwerts, die Standardabweichungen bleiben unter 11 Sekunden und die langsamste gemessene Einzelreaktion lag bei 2 Minuten 6 Sekunden.

Die Messung beginnt mit dem Auslöser – dem Notruf, einer Videoüberwachungserkennung oder einem Systemalarm – und endet mit der bestätigten Ankunft am Einsatzort. Die Zeitstempel werden automatisch von der Plattform erfasst, sodass die Zahlen nicht darauf angewiesen sind, dass sich jemand an die manuelle Zeiterfassung erinnert.

Diese Konsistenz ist wertvoller als der reine Durchschnitt. Ein System, das bei fünfzehnhundert Vorfällen zuverlässig zwischen 1:00 und 2:06 Minuten eintrifft, arbeitet berechenbar – und Berechenbarkeit ist genau das, worauf ein Einsatzleiter seine Planung aufbaut.

Der Betrieb erfolgt außerhalb der direkten Sichtweite (BVLOS) von einer zentralen Leitstelle aus, rund um die Uhr und unter einer spezifischen Risikobewertung (SORA), die für jeden Standort eingereicht und von der Zivilluftfahrtbehörde von Dubai lizenziert wurde.

Die Größenordnung ist wichtig zu wissen, da sie die Anzahl der Vorfälle ins Verhältnis setzt. Im untersuchten Zeitraum wurde das Programm mit acht Drone Boxes und einer mobilen Einheit betrieben, mit einer geplanten Erweiterung auf 800 Quadratkilometer Abdeckung. Die 1.502 Einsätze in einem Jahr stammten also aus einem Netzwerk dieser Größe – was für jeden, der sein eigenes Programm dimensionieren möchte, ein wesentlich nützlicherer Maßstab ist als die reine Reaktionszeit für sich genommen.

Was US-Programme über sich selbst veröffentlichen

Zwei US-Polizeibehörden veröffentlichen laufend Daten, und die Dubai-Studie zitiert beide.

Die Polizei von Brookhaven in Georgia meldete für das Jahr 2024 die Reaktion auf 1.700 Einsätze, wobei die Drohne in 72 Prozent der Fälle als Erste am Einsatzort war und die durchschnittliche Reaktionszeit unter zwei Minuten lag. Die Polizei von Chula Vista in Kalifornien, das am längsten laufende Programm seiner Art, veröffentlicht ein Live-Dashboard: Zwischen dem 1. Januar und dem 28. Oktober 2025 reagierte die Behörde auf 2.317 Einsätze, wobei die Drohne bei 943 davon als Erste eintraf, die durchschnittliche Reaktionszeit 2,4 Minuten betrug und das Programm die Entsendung von 109 Streifenwagen überflüssig machte.

Beide Behörden veröffentlichen ihre eigenen operativen Daten und halten sie auf dem neuesten Stand, sodass jeder die aktuellen Zahlen direkt überprüfen kann.

Die medizinische Parallele

Der direkteste europäische Vergleich kommt aus der Notfallmedizin. Eine schwedische Studie, die 2024 im Fachmagazin Resuscitation veröffentlicht wurde, verglich zu zeitkritischen Notfällen entsandte Drohnen mit dem bodengebundenen Rettungsdienst. Bei 52 Fällen und trotz ungünstigen Wetters sowie gesperrten Luftraums in einigen Fällen lag die mittlere Reaktionszeit der Drohne bei 3 Minuten 49 Sekunden gegenüber 5 Minuten 51 Sekunden für den Rettungswagen, wobei die Drohne in 47 von 52 Fällen zuerst eintraf.

Das ist zwar langsamer als die Zahlen aus dem Polizeibereich und basiert auf einem anderen Betriebsmodell, ist aber wissenschaftlich fundiert und unabhängig geprüft. Für jeden, der vor einem skeptischen Vorstand argumentieren muss, ist eine veröffentlichte europäische Studie mit demselben richtungsweisenden Ergebnis neben den Polizeizahlen Gold wert.

Was bisher nicht bewiesen ist

In der Fachliteratur fehlen derzeit noch vier wesentliche Punkte.

Kosteneinsparungen sind nicht quantifiziert. Die Autoren der Dubai-Studie nennen dies explizit als Lücke: Niemand hat bisher den finanziellen Vergleich zwischen dem Einsatz einer Drohne und der Entsendung eines Streifenpolizisten berechnet, einschließlich der verlorenen Zeit, wenn ein Beamter zu einem Einsatz ausrückt, der gar keinen Einsatz vor Ort erfordert hätte. Jede Euro-Zahl, die Sie derzeit zu diesem Thema sehen, basiert lediglich auf den Modellrechnungen der Hersteller.

Die Auswirkung auf die Kriminalitätsrate ist nicht gemessen. Veränderungen bei den Deliktsarten und Kriminalitätsraten vor und nach der Einführung eines Drohnenprogramms wären äußerst wertvoll; die Studie führt dies als zukünftige Forschungsaufgabe auf.

Es gibt keine Langzeitstudien. Alle validen Daten beziehen sich auf ein einzelnes Jahr oder weniger an einem einzigen Standort. Trends im Zeitverlauf und die Frage, ob die anfängliche Leistung auch bei einer Skalierung des Programms Bestand hat, bleiben offen.

Die Quoten für die Klärung von Einsätzen ohne Bodeneinsatz schwanken stark. Der Anteil der Einsätze, die ohne Streifenwagen vor Ort gelöst werden können, wird je nach Verfasser und gezählten Vorfällen mit einem Fünftel bis hin zu mehr als der Hälfte angegeben. Chula Vista meldet für seinen Zehnmonatszeitraum 109 nicht entsandte Streifenwagen. Diese Zahl zählt jedoch Einheiten und nicht Einsätze, sodass sie sich überhaupt nicht auf diese Prozentwerte übertragen lässt.

Was man daraus ableiten kann

Die Reaktionszeit ist das Versprechen, das hält. Ein Eintreffen in unter zwei Minuten ist für drei Programme auf zwei Kontinenten dokumentiert, eines davon in einer Fachzeitschrift mit Peer-Review und den Daten eines kompletten Jahres. Das ist die Zahl, die Sie mit der entsprechenden Quellenangabe zitieren sollten.

Alles Finanzielle ist nach wie vor nicht messbar belegt. Es wurde bislang nirgendwo ein Kostenvergleich zwischen einem Drohneneinsatz und einem Streifeneinsatz veröffentlicht. Jede Zahl zu diesem Thema ist daher ein theoretisches Modell und kein empirisches Ergebnis.

Die eigentliche Lücke sind europäische Daten. Jeder hier genannte Polizeidatensatz stammt aus Dubai oder den USA. Bislang hat keine europäische Sicherheitsbehörde vergleichbare Zahlen zu Reaktionszeiten veröffentlicht, was bedeutet, dass Betreiber hierzulande derzeit mit den Erfahrungswerten aus fremden Rechtsräumen argumentieren müssen.

Ein letzter Punkt zu Dubai: Die veröffentlichte Studie dokumentiert die Leistung des von der Polizei in Dubai betriebenen Drone-Box-Systems und bewertet nicht die Software hinter einer bestimmten Bereitstellung. Die Polizei von Dubai ist Kunde von AirHub, und wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit. Die Studie steht für sich selbst als Beleg dafür, was ein ausgereiftes, stationsbasiertes Drohnenprogramm leisten kann – und so sollte sie auch gelesen werden.

Wenn Sie darüber sprechen möchten, was dies für ein Programm in Ihrem eigenen Land bedeutet: Unsere Seite für öffentliche Sicherheit zeigt auf, wie unsere Plattform jede Phase unterstützt, und unser Team für regulatorische Beratung begleitet Betreiber auf dem Weg zur Genehmigung.


*Bild: Dubai Police Drone Box (Quelle: Dubai Police UASC 2025).

Perimeterschutz mit Drohnen bei Nacht

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Perimeterschutz mit Drohnen: Was sich durch Dockingstationen ändert und welche Regeln weiterhin gelten

Eine Drohne in einer Dockingstation auf einem weitläufigen Gelände verändert zwei entscheidende Dinge: Sie patrouilliert den Zaunverlauf, ohne dass jemand vor Ort patrouillieren muss, und sie erreicht einen ausgelösten Sensor in der Zeit, die man sonst braucht, um zu entscheiden, welcher Kamerabildschirm aufgeschaltet werden soll.

Beides lässt sich unkompliziert einrichten. Was jedoch wirklich darüber entscheidet, ob ein Sicherheitsprogramm funktioniert, liegt eine Ebene tiefer: Ein gewerblicher Sicherheitsdienstleister unterliegt regulatorischen Vorgaben, die für Polizeikräfte oft nicht gelten – und jeder Flug muss diese Anforderungen erfüllen, bevor die Drohne das Dock verlässt.

Sicherheitsdienst ist keine Polizeiarbeit – und die Vorschriften unterscheiden hier klar

Dieser Punkt wird immer wieder übersehen, ist aber das Wichtigste, was ein Sicherheitsteam verstehen muss, bevor Investitionsentscheidungen getroffen werden.

Gemäß Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2018/1139 fallen Einsätze von Militär, Zoll, Polizei, Such- und Rettungsdiensten, Feuerwehr, Grenzschutz oder Küstenwache, die unter der Kontrolle und Verantwortung eines Mitgliedstaats durchgeführt werden, nicht unter den EU-Luftfahrtrahmen. Die Mitgliedstaaten können entscheiden, diese wieder einzubeziehen, was einige auch tun – die Ausgangslage ist jedoch, dass für ein polizeiliches und ein gewerbliches Drohnenprogramm unterschiedliche Regeln gelten.

Ein Sicherheitsunternehmen, das ein Privatgelände schützt, ist ein ziviler Betreiber wie jeder andere auch. Flüge außerhalb der Sichtweite des Piloten (BVLOS) fallen in die „spezifische“ Kategorie. Das erfordert eine Risikobewertung nach SORA 2.5 und eine Betriebsgenehmigung der zuständigen nationalen Luftfahrtbehörde. Die Auflagen dieser Genehmigung gelten für jeden einzelnen Flug – auch für vollautomatisierte Missionen.

Für Sicherheitsverantwortliche lautet die eigentliche Frage daher: Ermöglicht das System einen verlässlich wiederholbaren Flugbetrieb, der sich jederzeit revisionssicher gegenüber Prüfern nachweisen lässt?

Patrouillieren entlang des Zauns

Eine Zaunüberwachung folgt immer derselben Route, die wiederholt abgeflogen wird – genau dafür sind gespeicherte Missionen da. Die Route wird einmal im Missions-Editor angelegt, Höhe, Kamerawinkel und Haltepunkte des Fluggeräts werden definiert, und der Patrouillenflug läuft absolut identisch ab – unabhängig davon, wer gerade Schicht hat.

Diese Wiederholgenauigkeit ist nicht nur praktisch, sondern aus zwei weiteren Gründen essenziell: Der Vergleich eines heutigen Überflugs mit der Vorwoche funktioniert nur, wenn das Fluggerät dieselbe Linie in exakt derselben Höhe geflogen ist. Zudem bleibt eine Genehmigung für einen definierten Einsatz nur gültig, solange der Betrieb unverändert bleibt – was eine gespeicherte Mission garantiert, ein manuell gesteuerter Flug hingegen nicht.

Reaktion auf Sensoren ohne eigene API

Die meisten zu sichernden Areale verfügen bereits über Sensorik: Zaunvibrationssensoren, Lichtschranken oder Kameras mit Analysefunktionen. Systeme, die vor Jahren installiert wurden, besitzen jedoch oft keine Schnittstelle zur direkten Anbindung.

Dafür gibt es eine praxistaugliche Lösung: Sie erstellen für jeden Sensor eine Vorlage, die nach dem jeweiligen Sensor benannt ist und eine direkte Route vom Dock zum Sensorstandort enthält. Löst beispielsweise „Sensor 3“ aus, startet der Operator die Vorlage „Sensor 3“, und das Fluggerät fliegt den Punkt gezielt an.

Die Routenführung erfolgt vollautomatisch. Auf der Karte definierte Zonen und Flugverbotszonen werden auf dem Weg eingehalten. Ein Fluggerät, das einen Sensor nahe einer Grundstücksgrenze ansteuert, umfliegt gesperrte Bereiche automatisch, anstatt die direkte Luftlinie zu wählen. Mit Kartenmarkierungen lassen sich einsatzrelevante Punkte klar kennzeichnen: Tore, Gefahrenbereiche oder Orientierungspunkte, die ein Operator auch bei Dunkelheit sofort finden können muss.

Verfügt ein Sensorsystem über eine Schnittstelle, lässt sich dieselbe Reaktion vollautomatisch auslösen. Der vorlagenbasierte Ansatz sorgt jedoch dafür, dass auch die restlichen 90 Prozent der bestehenden Bestandsinfrastruktur ab Tag eins nutzbar sind.

Erfüllung der Auflagen vor jedem Flug

Genau hier beweist eine professionelle Betriebsführungsplattform ihren Wert für Sicherheitsdienstleister.

Die Checkliste. Aus Ihrer SORA-Bewertung ergeben sich Bedingungen, die vor jedem Flug zwingend erfüllt sein müssen. Eine direkt in die Startsequenz integrierte Checkliste holt diese Vorgaben aus der Schublade auf den Bildschirm: Der Operator arbeitet sie digital ab, und das System dokumentiert lückenlos, was wann und von wem geprüft wurde.

Wetter am Dock und Wetterprognose. Sowohl die aktuellen Bedingungen am Dock als auch die Vorhersage für das geplante Einsatzfenster fließen in die Go/No-Go-Entscheidung ein – und bei den meisten Betriebsgenehmigungen muss diese Entscheidung nachweisbar dokumentiert werden.

Luftraumverkehr im Umfeld. Die SafeSky-Integration zeigt bemannten Flugverkehr in niedrigen Höhen an – aggregiert aus über 30 Datenquellen wie ADS-B, Mode-S und FLARM sowie einer Community aus Piloten der Allgemeinen Luftfahrt. Für einen Sicherheitsbetreiber geht es dabei um mehr als reine Situationserkennung: Echtzeit-Verkehrsdaten sind in der SORA als Maßnahme zur Minderung des Luftfallrisikos anerkannt. Betreiber konnten damit nachweislich eine niedrigere Luftrisikoklasse in ihrer Bewertung geltend machen. Ein Punkt, den Sie unbedingt mit den Verfassern Ihres Betriebskonzepts besprechen sollten.

Womit das Einsatzteam tatsächlich arbeitet

Die Wahl der Nutzlast richtet sich nach dem Einsatz: Weitwinkelkameras für Routinepatrouillen, Wärmebild für Nachteinsätze oder Situationen, in denen Personen unentdeckt bleiben wollen. Beide Bildquellen laufen in denselben Livestream ein.

Erfordert die Lage ein Abweichen von der automatisierten Route, übernimmt der Operator die manuelle Steuerung per Tastatur oder Joystick und fliegt das System selbst weiter. 

Das Live-Bild lässt sich nahtlos in bestehende Arbeitsumgebungen einbinden. AirHub überträgt Drohnen-Videostreams über Streaming-Protokolle wie RTSP und RTMP direkt in Ihr Videomanagementsystem. Live-Bilder aus der Luft erscheinen so direkt neben den stationären Kameras im Kontrollraum, anstatt auf einem separaten Monitor. Das Drone Operations Centre funktioniert auch in die Gegenrichtung: Es bündelt Videostreams, Kartendaten und Sensordaten in einem gemeinsamen Lagebild für die Einsatzkoordination.

Wo Ihre Daten liegen

Kamerabilder von geschützten Betriebsgeländen sind hochsensibel. Bei vielen Sicherheitsausschreibungen steht die Frage des Datenspeicherorts deshalb an erster Stelle – noch vor den eigentlichen Systemfunktionen.

AirHub ist ein europäisches Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden. Unsere Plattform ist nach ISO 27001 sowie ISO 9001 zertifiziert und erfüllt vollumfänglich die DSGVO sowie europäische Datenschutzstandards. Für Organisationen, die maximale Kontrolle über ihre Betriebsdaten benötigen, ist auch ein On-Premise-Betrieb oder ein Deployment in einer Private Cloud möglich. Bei Sicherheitsaudits von Auftraggebern ist dieser Nachweis oft die entscheidende Hürde.

Auf unserer Sicherheitsseite erfahren Sie im Detail, wie alle Komponenten ineinandergreifen. Zudem unterstützt unser regulatorisches Beratungsteam Betreiber umfassend auf dem Weg zur behördlichen Betriebsgenehmigung.

Das neue DJI Dock 4

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Das DJI Dock 4 ist da – und AirHub ist bereit dafür

DJI hat heute das Dock 4 vorgestellt – zusammen mit einem neuen Fluggerät, der Matrice 5TD. Das Datenblatt ist umfangreich, doch eine Zahl sticht besonders hervor: Das Dock tauscht eine leere Batterie in nur 25 Sekunden gegen eine voll geladene aus. Bisher lud jedes marktgängige Dock den Akku direkt im gelandeten Fluggerät auf, was jeweils etwa eine halbe Stunde dauerte.

Diese eine Änderung definiert die Wirtschaftlichkeit und Einsatzlogik eines Dock-Netzwerks grundlegend neu. Hier erfahren Sie, was das für die drei Einsatzbereiche bedeutet, mit denen wir am häufigsten arbeiten.

Was 25 Sekunden für die Gebietsabdeckung bedeuten

Ein Dock, das den Akku im Fluggerät auflädt, deckt seinen Einsatzradius nur über Teilabschnitte des Tages ab. Fliegen Sie einen Notfalleinsatz, kehrt die Drohne zum Dock zurück und ist für die nächsten dreißig Minuten nicht einsatzbereit – genau in dem Zeitfenster, in dem häufig der Folgeeinsatz eingeht. Einsatzprogramme behalfen sich bislang mit der Anschaffung eines zweiten Docks: ein zweites Fluggerät, ein zweites Dach, ein weiterer Stromanschluss und eine zusätzliche Genehmigung – nur um ein Problem zu lösen, das im Grunde an einer einzigen leeren Batterie lag.

Mit einer Turnaround-Zeit von nur 25 Sekunden ist die Verfügbarkeit nicht länger der limitierende Faktor – die Reichweite übernimmt die Führung. Die praktische Berechnung wird einfach: Die Matrice 5TD fliegt mit bis zu 21 m/s zum Einsatzort; eine Minute Flugzeit entspricht also etwa 1,25 km in direkter Linie. Zieht man die Startsequenz und die Steigzeit ab (und plant keine rein geradlinige Strecke ein, da Flugverbotszonen und Hindernisse reale Routen verlängern), erhält man den tatsächlichen Einsatzradius. Mit einem Dock samt Schnellwechselsystem halten Sie diese Abdeckung kontinuierlich aufrecht – statt nur für die Hälfte jeder Stunde.

Auch die Flugdauer macht einen Sprung: Ein Einzelflug der Matrice 5TD erreicht bis zu 59 Minuten. Auf einen längeren Einsatz folgt somit nur noch eine minimale Pause statt einer langen Ausfallzeit.

Sergey Georgiev, Senior BD Manager bei AirHub und ehemaliger DJI-Mitarbeiter:

„Jedes Drohnenteam für öffentliche Sicherheit, mit dem ich spreche, stellt dieselbe Frage zur Wartezeit zwischen Flügen. Bis heute lautete die einzige Antwort: ein zweites Dock. Zudem verbessert eine weitere Nuance die Einsätze spürbar: Durch die höhere Horizontalgeschwindigkeit von 21 m/s sind DFR-Einheiten noch schneller am Einsatzort.“

Öffentliche Sicherheit: Wertvolle Sekunden zwischen Notruf und Lagebild

Für „Drone as First Responder“-Programme (DFR) war genau diese Pause bisher die größte Einschränkung. Die Polizei von Dubai erreicht Einsatzorte mit AirHub bereits in durchschnittlich rund 90 Sekunden. Die veröffentlichte Studie zu ihren Einsätzen im Jahr 2023 belegt durchschnittliche Eintreffzeiten von 1 Minute 25 bis 1 Minute 28 bei 1.502 Vorfällen.

Zwei weitere Merkmale bieten hier entscheidende Vorteile: Die Drohne-zu-Cloud-Latenz liegt beim neuen System bei lediglich bis zu 160 ms – etwa ein Drittel weniger als bei der Vorgängergeneration. Das Ergebnis ist ein spürbar flüssigeres Live-Bild für die Einsatzleitung. Zudem setzt die Vollfarb-4K-Nachtsicht ohne Scheinwerfer neue Maßstäbe bei der nächtlichen Lagebeurteilung, ergänzt durch eine Wärmebildkamera für thermische Analysen.

Darüber hinaus transportiert das Fluggerät Nutzlasten von bis zu 450 g, darunter Lautsprecher und Scheinwerfer. Bei einer nächtlichen Suche eröffnet ein Lautsprecher zur direkten Ansprache von Personen am Boden völlig andere taktische Möglichkeiten als eine reine Beobachtungskamera.

Kritische Infrastruktur: Inspektionen ohne Plattformwechsel

Die Matrice 5TD vereint Teleobjektiv, Infrarot, Laser-Entfernungsmesser und Nachtsicht in einem einzigen Fluggerät. Damit entfällt der bisherige Kompromiss, sich bereits vor dem Start auf eine bestimmte Nutzlast festlegen zu müssen, noch bevor das tatsächliche Schadensbild bekannt ist.

Das 11-fach-Teleobjektiv löst Details auf 400 m Distanz auf und erkennt feinste Defekte an Freileitungen aus 100 m Entfernung. Die Infrarotkamera macht Überhitzungen und beschädigte Isolatoren sichtbar. Der Laser-Entfernungsmesser arbeitet auf Distanzen bis zu 3 km und blendet Koordinaten direkt in das Live-Bild ein. Die Vermessungsgenauigkeit erreicht bis zu 10 cm.

Für Einsätze in unmittelbarer Nähe aktiver Anlagen ist die Hinderniserkennung ausschlaggebend: Ein Drei-Wege-mmWave-Radar, ein rotierender LiDAR-Sensor und eine omnidirektionale visuelle Sensorik greifen nahtlos ineinander. Die Erkennung auf Leitungsniveau erfasst selbst dünne Hindernisse wie Stromtrassen bei Nacht zuverlässig.

Sicherheit & Werkschutz: Nachtpatrouillen, die wirklich die ganze Nacht laufen

Im Perimeterschutz gab bislang der Ladezyklus das Patrouillenintervall vor – eine denkbar ungeeignete Grundlage für die Frage, wie oft ein Zaun kontrolliert werden muss. Fällt diese Hürde weg, richtet sich das Einsatzintervall wieder rein nach der individuellen Risikobewertung.

Mehrere Neuerungen zielen direkt auf Sicherheits- und Überwachungsmissionen ab: Das integrierte, anpassbare Warnlicht signalisiert Präsenz bei Patrouillengängen ohne zusätzliche Montage. Lautsprecher und Scheinwerfer stehen als Payloads bereit. Das Dock arbeitet zuverlässig in einem Temperaturbereich von -40 °C bis 50 °C – mit Akku-Vorwärmung bei Frost und integrierter Klimatisierung bei Hitze. Das Fluggerät startet, landet und operiert bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 12 m/s und leitet bei plötzlich auftretenden Windspitzen automatisch einen Sink- und Rückflug ein.

Witterungsbedingungen sind die häufigste Ursache für ausgefallene Patrouillen und verpasste Reaktionszeiten. Ein erweitertes Betriebsfenster bietet daher in der Praxis einen unschätzbaren operativen Mehrwert.

Regulatorische Details mit weitreichender Wirkung

Ein Detail in der Ankündigung von DJI verdient besondere Beachtung: Die Matrice 5TD verfügt über ein Flight Termination System (FTS). DJI beschreibt dies als zentrale technische Voraussetzung für die C6-Klassifizierung, das bei einer Verletzung von Geocaging-Grenzen manuell oder automatisch ausgelöst werden kann.

C6 ist die erforderliche Klassen-Kennzeichnung für STS-02 – das europäische Standardszenario für Flüge außerhalb der Sichtweite (BVLOS). Ein Betrieb nach STS-02 basiert auf einer einfachen Betriebserklärung gegenüber Ihrer nationalen Luftfahrtbehörde anstelle einer aufwendigen individuellen Betriebsgenehmigung – und diese Erklärung wird in allen EASA-Mitgliedstaaten anerkannt. Für europäische Betreiber kann der Unterschied zwischen dem standardisierten Erklärungsweg und einem individuellen SORA-Verfahren viele Monate Zeitersparnis bedeuten.

Ob ein spezifisches Fluggerät und dessen Konfiguration tatsächlich die C6-Kennzeichnung trägt, klären Hersteller und Behörden. Es lohnt sich, diese Frage frühzeitig zu adressieren, da sie den gesamten Projektzeitplan bestimmt. Unser regulatorisches Beratungsteam unterstützt Betreiber gezielt bei genau diesen Fragestellungen.

Die Rolle von AirHub

Ein Dock, das über die gesamte Schicht hinweg einsatzbereit ist, fliegt ungleich häufiger. Jeder dieser Flüge erfordert eine präzise Routenplanung, ein aktives Monitoring des Lagebilds und eine lückenlose Dokumentation im Nachgang. Dieser Arbeitsaufwand wächst proportional zur Fluganzahl – und genau hier setzt AirHub an.

Sergey ergänzt:

„Die höhere Fluggeschwindigkeit der neuen Matrice 5TD in Kombination mit AirHubs SmartDispatch und der intelligenten Routenplanung ermöglicht es BOS-Kräften, noch schneller als bisher vor Ort zu sein.“

Missionsplanung und hinterlegte Routen im Missionseditor stellen sicher, dass Alarmierungs- oder Patrouillenflüge stets reproduzierbar ablaufen und Einsätze direkt vergleichbar bleiben. Live-Operationen und ein einheitliches Lagebild im Drone Operations Center sorgen dafür, dass Entscheidungsträger in Echtzeit sehen, was die Drohne erfasst. Flottenmanagement behält Fluggeräte, Docks und Piloten im Blick – inklusive rechtssicherer Flugaufzeichnungen, die jeder behördlichen Prüfung standhalten.

AirHub ist von Grund auf herstellerunabhängig konzipiert. Angesichts immer kürzerer Hardware-Zyklen ist dies ein entscheidender Vorteil: Eine Plattform, die an einen einzigen Hersteller gebunden ist, limitiert Ihre Flottenentscheidungen für die gesamte Laufzeit des Programms.

AirHub ist zudem ein europäisches Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden. Die Plattform ist nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert, entspricht vollständig der DSGVO sowie europäischen Datenschutzanforderungen und kann wahlweise On-Premise oder in einer Private Cloud betrieben werden – ideal für Organisationen, die die uneingeschränkte Kontrolle über ihre Einsatzdaten behalten müssen.

Auf unseren Seiten für Öffentliche Sicherheit und Werkschutz erfahren Sie im Detail, wie die Komponenten ineinandergreifen. In Kürze zeigen wir Ihnen das neue Dock im Live-Einsatz mit AirHub.

Dubai Police Drone Box

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Was die Faktenlage zum Einsatz von Drohnen als Ersthelfer wirklich zeigt

Behauptungen über Drohnen als Ersthelfer (Drone as First Responder) sind leicht zu finden. Veröffentlichte Belege sind weitaus seltener. Die meisten auf dem Markt kursierenden Zahlen stammen von Anbieter-Websites und Präsentationsfolien von Konferenzen, und ein Beschaffungsausschuss wird sie dementsprechend skeptisch behandeln.

Dieses Bild hat sich im September ein wenig geändert, als eine Studie über eines der größten im Einsatz befindlichen Programme in einer von Experten begutachteten Fachzeitschrift (Peer-Review) veröffentlicht wurde. Dieser Beitrag zeigt auf, was tatsächlich gemessen wurde, woher die Zahlen stammen und hinter welchen Behauptungen nach wie vor keine harten Fakten stehen.

Der bislang stärkste Datensatz

Im September 2026 veröffentlichte Policing: A Journal of Policy and Practice (herausgegeben von der Oxford University Press) eine Studie über das Drone-Box-System der Polizei von Dubai, verfasst von Forschern der Dubai Police Academy zusammen mit der operativen Hauptabteilung der Behörde.

Die Studie deckt das gesamte Jahr 2023 und jeden drohnenunterstützten Einsatz in diesem Zeitraum ab: 1.502 Vorfälle, von denen 1.496 nach Schweregrad klassifiziert wurden. Das ist methodisch von großer Bedeutung, da es sich um die Gesamtpopulation und nicht nur um eine Stichprobe handelt, wodurch die Frage nach der Selektion der Fälle entfällt.

Die Reaktionszeiten sind über alle Vorfallsarten hinweg konsistent. Die durchschnittliche Ankunftszeit betrug 1 Minute 25 Sekunden bei Vorfällen, die als sehr kritisch eingestuft wurden, 1 Minute 28 Sekunden bei kritischen und 1 Minute 26 Sekunden bei normalen Vorfällen. Die Mediane liegen innerhalb von ein bis zwei Sekunden des Mittelwerts, die Standardabweichungen bleiben unter 11 Sekunden und die langsamste gemessene Einzelreaktion lag bei 2 Minuten 6 Sekunden.

Die Messung beginnt mit dem Auslöser – dem Notruf, einer Videoüberwachungserkennung oder einem Systemalarm – und endet mit der bestätigten Ankunft am Einsatzort. Die Zeitstempel werden automatisch von der Plattform erfasst, sodass die Zahlen nicht darauf angewiesen sind, dass sich jemand an die manuelle Zeiterfassung erinnert.

Diese Konsistenz ist wertvoller als der reine Durchschnitt. Ein System, das bei fünfzehnhundert Vorfällen zuverlässig zwischen 1:00 und 2:06 Minuten eintrifft, arbeitet berechenbar – und Berechenbarkeit ist genau das, worauf ein Einsatzleiter seine Planung aufbaut.

Der Betrieb erfolgt außerhalb der direkten Sichtweite (BVLOS) von einer zentralen Leitstelle aus, rund um die Uhr und unter einer spezifischen Risikobewertung (SORA), die für jeden Standort eingereicht und von der Zivilluftfahrtbehörde von Dubai lizenziert wurde.

Die Größenordnung ist wichtig zu wissen, da sie die Anzahl der Vorfälle ins Verhältnis setzt. Im untersuchten Zeitraum wurde das Programm mit acht Drone Boxes und einer mobilen Einheit betrieben, mit einer geplanten Erweiterung auf 800 Quadratkilometer Abdeckung. Die 1.502 Einsätze in einem Jahr stammten also aus einem Netzwerk dieser Größe – was für jeden, der sein eigenes Programm dimensionieren möchte, ein wesentlich nützlicherer Maßstab ist als die reine Reaktionszeit für sich genommen.

Was US-Programme über sich selbst veröffentlichen

Zwei US-Polizeibehörden veröffentlichen laufend Daten, und die Dubai-Studie zitiert beide.

Die Polizei von Brookhaven in Georgia meldete für das Jahr 2024 die Reaktion auf 1.700 Einsätze, wobei die Drohne in 72 Prozent der Fälle als Erste am Einsatzort war und die durchschnittliche Reaktionszeit unter zwei Minuten lag. Die Polizei von Chula Vista in Kalifornien, das am längsten laufende Programm seiner Art, veröffentlicht ein Live-Dashboard: Zwischen dem 1. Januar und dem 28. Oktober 2025 reagierte die Behörde auf 2.317 Einsätze, wobei die Drohne bei 943 davon als Erste eintraf, die durchschnittliche Reaktionszeit 2,4 Minuten betrug und das Programm die Entsendung von 109 Streifenwagen überflüssig machte.

Beide Behörden veröffentlichen ihre eigenen operativen Daten und halten sie auf dem neuesten Stand, sodass jeder die aktuellen Zahlen direkt überprüfen kann.

Die medizinische Parallele

Der direkteste europäische Vergleich kommt aus der Notfallmedizin. Eine schwedische Studie, die 2024 im Fachmagazin Resuscitation veröffentlicht wurde, verglich zu zeitkritischen Notfällen entsandte Drohnen mit dem bodengebundenen Rettungsdienst. Bei 52 Fällen und trotz ungünstigen Wetters sowie gesperrten Luftraums in einigen Fällen lag die mittlere Reaktionszeit der Drohne bei 3 Minuten 49 Sekunden gegenüber 5 Minuten 51 Sekunden für den Rettungswagen, wobei die Drohne in 47 von 52 Fällen zuerst eintraf.

Das ist zwar langsamer als die Zahlen aus dem Polizeibereich und basiert auf einem anderen Betriebsmodell, ist aber wissenschaftlich fundiert und unabhängig geprüft. Für jeden, der vor einem skeptischen Vorstand argumentieren muss, ist eine veröffentlichte europäische Studie mit demselben richtungsweisenden Ergebnis neben den Polizeizahlen Gold wert.

Was bisher nicht bewiesen ist

In der Fachliteratur fehlen derzeit noch vier wesentliche Punkte.

Kosteneinsparungen sind nicht quantifiziert. Die Autoren der Dubai-Studie nennen dies explizit als Lücke: Niemand hat bisher den finanziellen Vergleich zwischen dem Einsatz einer Drohne und der Entsendung eines Streifenpolizisten berechnet, einschließlich der verlorenen Zeit, wenn ein Beamter zu einem Einsatz ausrückt, der gar keinen Einsatz vor Ort erfordert hätte. Jede Euro-Zahl, die Sie derzeit zu diesem Thema sehen, basiert lediglich auf den Modellrechnungen der Hersteller.

Die Auswirkung auf die Kriminalitätsrate ist nicht gemessen. Veränderungen bei den Deliktsarten und Kriminalitätsraten vor und nach der Einführung eines Drohnenprogramms wären äußerst wertvoll; die Studie führt dies als zukünftige Forschungsaufgabe auf.

Es gibt keine Langzeitstudien. Alle validen Daten beziehen sich auf ein einzelnes Jahr oder weniger an einem einzigen Standort. Trends im Zeitverlauf und die Frage, ob die anfängliche Leistung auch bei einer Skalierung des Programms Bestand hat, bleiben offen.

Die Quoten für die Klärung von Einsätzen ohne Bodeneinsatz schwanken stark. Der Anteil der Einsätze, die ohne Streifenwagen vor Ort gelöst werden können, wird je nach Verfasser und gezählten Vorfällen mit einem Fünftel bis hin zu mehr als der Hälfte angegeben. Chula Vista meldet für seinen Zehnmonatszeitraum 109 nicht entsandte Streifenwagen. Diese Zahl zählt jedoch Einheiten und nicht Einsätze, sodass sie sich überhaupt nicht auf diese Prozentwerte übertragen lässt.

Was man daraus ableiten kann

Die Reaktionszeit ist das Versprechen, das hält. Ein Eintreffen in unter zwei Minuten ist für drei Programme auf zwei Kontinenten dokumentiert, eines davon in einer Fachzeitschrift mit Peer-Review und den Daten eines kompletten Jahres. Das ist die Zahl, die Sie mit der entsprechenden Quellenangabe zitieren sollten.

Alles Finanzielle ist nach wie vor nicht messbar belegt. Es wurde bislang nirgendwo ein Kostenvergleich zwischen einem Drohneneinsatz und einem Streifeneinsatz veröffentlicht. Jede Zahl zu diesem Thema ist daher ein theoretisches Modell und kein empirisches Ergebnis.

Die eigentliche Lücke sind europäische Daten. Jeder hier genannte Polizeidatensatz stammt aus Dubai oder den USA. Bislang hat keine europäische Sicherheitsbehörde vergleichbare Zahlen zu Reaktionszeiten veröffentlicht, was bedeutet, dass Betreiber hierzulande derzeit mit den Erfahrungswerten aus fremden Rechtsräumen argumentieren müssen.

Ein letzter Punkt zu Dubai: Die veröffentlichte Studie dokumentiert die Leistung des von der Polizei in Dubai betriebenen Drone-Box-Systems und bewertet nicht die Software hinter einer bestimmten Bereitstellung. Die Polizei von Dubai ist Kunde von AirHub, und wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit. Die Studie steht für sich selbst als Beleg dafür, was ein ausgereiftes, stationsbasiertes Drohnenprogramm leisten kann – und so sollte sie auch gelesen werden.

Wenn Sie darüber sprechen möchten, was dies für ein Programm in Ihrem eigenen Land bedeutet: Unsere Seite für öffentliche Sicherheit zeigt auf, wie unsere Plattform jede Phase unterstützt, und unser Team für regulatorische Beratung begleitet Betreiber auf dem Weg zur Genehmigung.


*Bild: Dubai Police Drone Box (Quelle: Dubai Police UASC 2025).

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Leitstellen, CAD-Anbieter und wie die Drohnenintegration tatsächlich funktioniert

Die Leitstelle entscheidet darüber, ob ein „Drone as First Responder“-Programm (DFR) zur Routine wird. Die Drohne und die Dockingstation sind zwar die Teile, die gerne fotografiert werden, aber entscheidend für den täglichen Einsatz ist, ob sich die Drohne nahtlos in die Systeme einfügt, die ein Disponent bereits geöffnet hat.

Dieser Blog zeigt, wie diese Verbindung funktioniert: was die computergestützte Einsatzleitung (CAD) leistet, wo eine Drohne daran anbindet, wie Live-Videos aus der Luft auf den Bildschirmen landen, die Ihre Operatoren bereits nutzen, und was Sie Ihre bestehenden Anbieter fragen sollten, bevor Sie sich festlegen.

Was das CAD-System tut und wo die Drohne ins Spiel kommt

Die computergestützte Einsatzleitung (Computer-Aided Dispatch, CAD) ist das System, das einen eingehenden Notruf entgegennimmt, ihn in einen strukturierten Einsatzbericht mit Typ, Ort und Priorität umwandelt und ihm Ressourcen zuweist. Alles, was in einer Leitstelle passiert, läuft über dieses System.

Ein DFR-Programm klinkt sich an einer bestimmten Stelle in diesen Ablauf ein: in dem Moment, in dem ein Einsatz angelegt und klassifiziert wird. Dieser Datensatz enthält bereits alles, was für eine Startentscheidung benötigt wird, nämlich den Einsatzort und die Art des Vorfalls. Die Frage der Integration ist also klar umgrenzt: Kann der Einsatzdatensatz das Drohnensystem schnell und zuverlässig genug erreichen, um den Start auszulösen?

Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, wie diese Verbindung aufgebaut wird. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Entscheidungskompetenz das CAD-System übergibt.

Durch die Einsatzleitung ausgelöst. Der Einsatzdatensatz wird direkt an AirHub übertragen. Ein Einsatz eines qualifizierenden Typs startet den DFR-Workflow: Die am besten positionierte Dockingstation wird ausgewählt, eine Route unter Berücksichtigung von Wetter, Luftraum und Flugverbotszonen berechnet und die Drohne startet unter Aufsicht eines Operators. Das ist die Variante, die die schnellste Reaktionszeit bietet, da niemand Daten manuell neu eingeben muss. 

Vom Disponenten initiiert, durch CAD gestützt. Der Vorfall wird im Drohnensystem parallel zum CAD-Datensatz angezeigt, und ein Operator bestätigt den Start mit einer einzigen Aktion. Das dauert zwar einige Sekunden länger, ist aber oft der richtige Ausgangspunkt, da die Leitstelle so Vertrauen in das System aufbauen kann, bevor sie die Entscheidung vollständig automatisiert.

Einweg-Datenfluss im Nachhinein. Die Flugdaten fließen zur Berichterstattung und Überprüfung zurück in den Einsatzbericht, ohne dass das CAD-System einen Start auslöst. Diese Anbindung ist in jedem Fall von Anfang an sinnvoll – unabhängig davon, welche der anderen beiden Optionen Sie wählen –, da sie den Einsatzbericht erst vollständig macht. 

Das Live-Bild auf die vorhandenen Bildschirme bringen

Der zweite Teil der Integration betrifft das Videobild, und dieser Bereich ist erfreulicherweise besser standardisiert.

AirHub überträgt die Drohnenaufnahmen über Streaming-Protokolle wie RTSP und RTMP in ein Videomanagementsystem (VMS) – Protokolle, die die meisten Videosysteme in Leitstellen standardmäßig unterstützen. Dadurch erscheint das Live-Bild aus der Luft direkt neben den Feeds der stationären Kameras auf denselben Bildschirmen. Genau das sorgt dafür, dass ein Drohnenprogramm im Alltag auch tatsächlich genutzt wird. 

Für Organisationen, die ein Echtzeit-Lagezentrum (Real Time Crime Centre) betreiben, ist dies der Punkt, an dem die Drohne das bestehende Lagebild perfekt ergänzt: Stationäre Kameras decken ihre festen Bereiche ab, und die Drohne schließt die Lücken dazwischen (und darüber).

Der Videoweg funktioniert jedoch auch in die andere Richtung. Während es im vorherigen Abschnitt darum ging, Drohnenaufnahmen an Ihr Videomanagementsystem zu senden, führt das Drone Operations Centre verschiedene Feeds zusammen: Mehrere Live-Videoquellen, Karten und Daten werden in einer gemeinsamen Ansicht dargestellt, sodass Operatoren, Einsatzleiter und bei Bedarf auch externe Stellen mit demselben Lagebild arbeiten. Auch Counter-UAS-Sensoren (Drohnenabwehr) speisen ihre Daten in diese Ansicht ein, sodass Aktivitäten im Luftraum rund um einen Einsatz direkt neben dem Geschehen am Boden sichtbar sind.

Welche Voraussetzungen auf Ihrer Seite erfüllt sein müssen

Bei der Integration geht es meist weniger um das Drohnensystem selbst, sondern vielmehr um vier Faktoren in Ihrer eigenen IT-Umgebung.

Der Einsatzdatensatz muss eine nutzbare Standortangabe enthalten. Erforderlich ist ein strukturiertes Koordinaten- oder Adressfeld, kein Freitext in einem Notizfeld. Dies ist die häufigste Hürde und sollte als Erstes überprüft werden.

Einsatzarten müssen einheitlich klassifiziert werden. Ein automatischer Start basiert auf klaren Regeln. Und eine Regel funktioniert nur, wenn Ihre Disponenten Einsätze identisch codieren. Wenn die Klassifizierung je nach Schicht variiert, muss dies vor einer Automatisierung vereinheitlicht werden.

Es muss klare Zuständigkeiten für die Schnittstelle geben. CAD-Umgebungen in der BOS-Welt (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) sind häufig stark individualisiert, manchmal durch Drittanbieter. Klären Sie frühzeitig, wer Änderungen an Ihrem System vornehmen darf und wie die Zeitpläne aussehen – dieser Prozess dauert oft länger als die eigentliche Beschaffung der Drohnentechnologie.

Die Sicherheitsüberprüfung dauert genauso lange wie die technische Implementierung. Alles, was die Einsatzleitung betrifft, muss durch die Informationssicherheit geprüft werden. In Behörden und öffentlichen Organisationen ist dies ein Prozess mit eigenen, oft langwierigen Zeitabläufen.

Fragen an Ihren CAD-Anbieter

Fünf Fragen in einer Reihenfolge, die Ihnen am meisten Zeit spart:

  1. Stellt das System Einsatzdaten über eine Schnittstelle (API) zur Verfügung und ist diese dokumentiert? 

  2. Kann ein Drittanbieter die Einsatzdaten direkt abonnieren oder muss jede Integration über Sie als Hersteller laufen? 

  3. Was kostet eine Anpassung (Change Request) und wie lange dauert die Umsetzung? 

  4. Gibt es bereits bestehende Drohnen- oder mobile Systemintegrationen, die wir uns ansehen können? 

  5. Und welche Sicherheitsanforderungen gelten für ein externes System, das Einsatzdaten empfängt?

Stellen Sie diese Fragen, bevor Sie sich für eine Software entscheiden. Die Antworten verändern erfahrungsgemäß oft das gesamte Konzept des Programms und nicht selten die Reihenfolge, in der es aufgebaut wird.

Wo die Daten verarbeitet werden

Alles, was mit Einsatzdaten in Berührung kommt, wirft schnell die Frage auf, wo diese verarbeitet und gespeichert werden. Im Bereich der öffentlichen Sicherheit ist dies eine der ersten Fragen.

AirHub ist ein europäisches Unternehmen. Die Plattform ist nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert, arbeitet in strikter Übereinstimmung mit der DSGVO sowie den europäischen Datenschutzbestimmungen und kann als On-Premise-Lösung oder in einer Private Cloud betrieben werden, wenn eine Organisation die volle Kontrolle über sensible operative Daten benötigt. Für eine Integration, die Live-Einsatzdaten nutzt, ist diese Option oft der Schlüssel, um die Sicherheitsüberprüfung unkompliziert und zügig zu durchlaufen.

Wie Sie am besten starten

Der bewährte Weg ist ein schrittweiser Ansatz. Prüfen Sie zunächst, welche Daten Ihre CAD-Umgebung bereitstellen kann und wer für Änderungen zuständig ist. Legen Sie fest, welche Einsatzszenarien einen automatischen Start rechtfertigen. Beginnen Sie mit einem vom Disponenten manuell gestarteten Flug, damit das Team Vertrauen aufbauen kann, bevor das System die Entscheidung übernimmt. Integrieren Sie das Live-Video frühzeitig in Ihr VMS, da das Drohnenprogramm dadurch für alle Beteiligten sofort greifbar und sichtbar wird. Automatisieren Sie den Start-Trigger erst dann, wenn alle anderen Abläufe eingespielt sind.

Unsere Informationsseite für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zeigt Ihnen, wie die einzelnen Komponenten ineinandergreifen. Wir beraten Sie gerne dazu, wie eine Integration in Ihrer spezifischen Umgebung aussehen kann.