
Nerissa Goedhart
Drone-as-First-Responder bei AirHub: der bisher größte Meilenstein

Heute veröffentlichen wir ein bedeutendes Upgrade für unsere „Drone-as-First-Responder“-Lösungen (DFR). Alarmierung, Routenberechnung, Lagebild und Berichterstattung laufen ab sofort in einem einzigen Workflow zusammen – und zwar in dem Moment, in dem ein Notruf in Ihrer Leitstelle eingeht.
Für Teams, die bereits so arbeiten, entfallen damit die Zwischenschritte zwischen dem eingehenden Ruf und der Drohne in der Luft. Für Teams, die ein solches System in Erwägung ziehen, ist dies die Version, die Sie evaluieren sollten.
Was sich an unserem DFR-Workflow geändert hat
Die Kurzversion: Der Workflow beginnt jetzt direkt in den Systemen, die Ihre Leitstelle ohnehin nutzt, und endet mit der Berichterstattung, die Ihre Organisation im Nachgang benötigt. Alles dazwischen geschieht, ohne dass eine zweite Anwendung geöffnet werden muss.
Sechs Dinge sind neu.
Der Notruf ist der Auslöser. Der Alarm wird von Ihrem Einsatzleitsystem (CAD) direkt an AirHub übermittelt. Kein Disponent muss das System wechseln und niemand muss einen Piloten anrufen, um eine Drohne in die Luft zu bringen.
Die Route wird automatisch berechnet. Wetter, Luftraum und Flugverbotszonen werden einbezogen und die Route wird entsprechend geplant, noch bevor die Drohne die Dockingstation verlässt.
Das am besten positionierte Dock startet. Innerhalb eines Netzwerks von Dockingstationen wählt die Software die Drohne und das Dock aus, die den Einsatzort am schnellsten erreichen können. Hier leistet das Flottenmanagement im Hintergrund die Arbeit.
Einsatzbereit vor Ort innerhalb von 90 Sekunden. Das ist das Ziel, um das herum der gesamte Workflow entwickelt wurde.
Sofortiges Lagebild. Sobald die Drohne eintrifft, sieht Ihre Leitstelle das Geschehen vor Ort. Einsatzkräfte auf der Anfahrt wissen genau, was sie erwartet, und ein Operator kann während des Fluges jederzeit die Kontrolle übernehmen.
Jeder Flug wird protokolliert. Abdeckung, Alarmierungsrate, Reaktionszeiten und ein vollständiges Flugprotokoll – sofort bereit für Berichterstattung und Nachbereitung.
Warum die Leitstellen-Integration der entscheidende Faktor ist
Die meisten Gespräche über Drone-as-First-Responder beginnen mit der Drohne selbst. In der Praxis ist jedoch entscheidend, was in den Sekunden vor dem Start passiert.
Wenn ein Operator das Einsatzleitsystem verlassen, eine Fluganwendung öffnen und eine Mission manuell einrichten muss, geht der Zeitvorteil verloren. Deshalb steht die Integration in das Einsatzleitsystem im Mittelpunkt dieses Releases. Der Alarm geht ein, und der Workflow startet sofort.
Dasselbe Prinzip gilt für die Bildschirme Ihrer Disponenten. Über unsere Live-Streaming-Funktionen kann der Drohnen-Feed direkt in das Videomanagementsystem (VMS) integriert werden, mit dem Ihre Leitstelle bereits arbeitet, sodass das Lagebild genau dort erscheint, wo die Mitarbeiter ohnehin hinsehen. In Kombination mit dem Drone Operations Centre wird der Live-Feed aus der Luft Teil des bestehenden operativen Lagebilds und benötigt keinen separaten Monitor in der Ecke.
Entwickelt für Flüge außerhalb der Sichtweite (BVLOS)
Eine automatisierte Alarmierung funktioniert im großen Stil nur, wenn die Flüge selbst rechtlich zulässig sind. Einsätze außerhalb der direkten Sichtweite (BVLOS) sind fest in das Design dieses Workflows integriert, einschließlich der dafür erforderlichen Flugplanung und Dokumentation.
Die Regulierung in Europa ist weiterhin im Wandel, und der Weg zur Genehmigung ist selten schnell. Wir haben uns damit in unserem Beitrag über SORA 2.5 und die Bedeutung für Betreiber näher befasst. Wichtig für Sie ist: Die Protokolle und Nachweise, die Ihre Luftfahrtbehörde verlangt, werden direkt durch den Workflow selbst erstellt.
DFR in der Praxis bei der Polizei Dubai
Die Polizei von Dubai betreibt über AirHub ein stadtweites DFR-Netzwerk rund um die Uhr. Ihr operatives Ziel liegt ebenfalls bei 90 Sekunden. Der wahre Mehrwert zeigt sich im Anschluss: Die Leitstelle verfügt über ein klares Bild des Vorfalls, noch bevor die Einsatzkräfte eintreffen. So können die Einsatzleiter fundierte Entscheidungen darüber treffen, welche Ressourcen tatsächlich benötigt werden.
Lesen Sie die ganze Erfolgsgeschichte in unserer Fallstudie: Wie die Polizei von Dubai AirHub für DFR nutzt.
Was das bedeutet, wenn Sie noch am Anfang des Prozesses stehen
Nicht jede Organisation ist sofort bereit, Drohnen vollautomatisch zu entsenden – und das ist völlig verständlich. Die meisten Teams, mit denen wir sprechen, beginnen mit Live-Operationen und einem zentralen Lagebild. Sobald die Abdeckung, die Docks und die Genehmigungen vorliegen, wird die automatisierte Alarmierung hinzugefügt.
Wenn Sie diesen Weg einschlagen möchten, sieht die Reihenfolge meist so aus: Bringen Sie den Live-Feed aus der Luft in Ihre Leitstelle. Beweisen Sie den operativen Mehrwert bei den Einsätzen, die Sie ohnehin absolvieren. Erwirken Sie die Luftraumfreigaben. Und automatisieren Sie schließlich den Start.
Wie es weitergeht
In den kommenden Wochen werden wir die einzelnen Teile des Workflows – von der Leitstellen-Integration bis hin zur Protokollierung und Compliance – genauer beleuchten. Unsere DFR-Seiten zeigen Ihnen, wie Teams heute schon arbeiten, und die AirHub-Plattform bildet die technologische Basis für das gesamte System.
Möchten Sie sehen, wie dieser Workflow in Ihrem eigenen Einsatzgebiet funktioniert? Buchen Sie eine Demo und wir gehen den Prozess gemeinsam mit Ihnen durch.




