Nerissa Goedhart
Fragen, die Sie jedem Drohnen-Softwareanbieter vor dem Vertragsabschluss stellen sollten

Die meisten Demo-Präsentationen für Drohnen-Software sind darauf ausgelegt, Ihnen die Stärken der Plattform zu zeigen. Das ist auch völlig legitim, schließlich handelt es sich um ein Verkaufsgespräch. Um ein vollständiges Bild zu erhalten, müssen Sie in der Regel ein paar Fragen stellen, die in der Demo von sich aus nicht beantwortet werden.
Hier sind die Fragen, die Sie bei Ihrem nächsten Gespräch parat haben sollten – in der Reihenfolge, in der sie meist an Bedeutung gewinnen.
Wo werden unsere Daten gespeichert und welchem Recht unterliegen sie?
Ein Anbieter sollte in der Lage sein, dies präzise zu beantworten – eine bloße Aussage wie „in der Cloud“ reicht hier nicht aus. Fragen Sie genau nach, in welchem Land oder welcher Region Flugprotokolle, Videoaufnahmen und Telemetriedaten gehostet werden und welche Rechtsordnung den Zugriff darauf regelt. Falls eine Regierungsbehörde in einem anderen Land diese Daten rechtlich anfordern könnte, sollten Sie das vor einem Vorfall wissen, nicht erst danach. In unserem Artikel darüber, wo europäische Drohnen-Software tatsächlich entwickelt wird, gehen wir darauf noch genauer ein – ideal, wenn Sie verstehen möchten, worauf Sie über diese eine Frage hinaus achten sollten.
Welche Drohnenmarken und Dockingstationen unterstützen Sie heute tatsächlich?
Roadmaps sind keine Zusicherung. Fragen Sie nach einer aktuellen Liste der Fluggeräte, Docks und Nutzlasten (Payloads), die im Moment mit der Plattform funktionieren, und wie neue Hardware integriert wird. Wenn Sie bereits eine gemischte Flotte betreiben oder dies planen, fragen Sie nach einem Referenzkunden, der dieselbe Kombination nutzt. Das ist eine Frage, die uns ständig gestellt wird, da viele unserer Kunden gemischte Flotten anstelle einer einzigen Marke betreiben.
Wie sieht eine echte Integration in unsere anderen Systeme aus?
Wenn die Plattform mit einem Videomanagementsystem, einem CAD- oder Einsatzleitprogramm oder einer Mapping-Plattform kommunizieren soll, lassen Sie sich ein Live-Beispiel zeigen und nicht nur eine Präsentationsfolie. Fragen Sie, wie lange die Entwicklung dieser Integration für den Referenzkunden gedauert hat und ob es sich um eine Standard- oder eine Individual-Lösung handelte.
Wie wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften im Alltag gehandhabt?
Fragen Sie nach, wie der Status der Pilotenlizenzen, Risikobewertungen, Checklisten und Audit-Trails direkt in der Plattform funktionieren – und nicht nur als Datenexport. Wenn Sie in der „speziellen Kategorie“ der EASA oder unter einem vergleichbaren Regelwerk fliegen, bitten wir den Anbieter, Ihnen Schritt für Schritt zu zeigen, wie ein Routinflug von Anfang bis Ende protokolliert und gemeldet wird.
Was passiert mit unseren Daten und Einstellungen, wenn wir den Anbieter wechseln?
Dieser Punkt wird viel zu oft vernachlässigt. Fragen Sie, welche Exportoptionen es für Ihre Flugprotokolle, Konfigurationen und Berichte gibt und wie lange Sie nach Vertragsende noch Zugriff darauf haben. Eine klare, unkomplizierte Antwort zeigt meist sehr gut, wie der Anbieter zu der Partnerschaft steht.
Wer kann unser Live-Video sehen und wie wird das kontrolliert?
Während eines Einsatzes müssen oft mehr Personen als nur der Pilot Zugriff auf die Live-Bilder haben. Fragen Sie nach, wie der Zugriff nach Rollen und Missionen verwaltet wird, ob externen Partnern ein zeitlich begrenzter Zugriff gewährt werden kann und welche Möglichkeiten Sie für ein Vor-Ort- (On-Premise) oder privates Deployment haben, falls eine Shared-Cloud Ihre Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt. Dies ist einer der Bereiche, zu denen AirHub-Kunden die detailliertesten Fragen stellen. Es lohnt sich also, bei jedem Anbieter genau nachzuhaken, anstatt sich mit allgemeinen Antworten zufrieden zu geben.
Können wir mit einem Kunden sprechen, der ein Projekt in ähnlicher Größe und Branche betreibt?
Fallstudien sind immer sorgfältig kuratiert. Ein kurzes Telefonat mit einem bestehenden Kunden aus einer vergleichbaren Branche und idealerweise in einer ähnlichen Größenordnung bringt meist die praktischen Details ans Licht, die eine Demo verschweigt.
Nutzen Sie diese Fragen für Ihre eigene Auswahl
Diese Fragen gelten für alle Plattformen auf Ihrer Auswahlliste. Übrigens werden uns die meisten dieser Fragen regelmäßig selbst gestellt – und uns ist es lieber, Sie fragen uns direkt, als dass Sie Vermutungen anstellen.
Um es konkret zu machen: AirHub wird in Europa entwickelt und gehostet. Wir sind hardwareunabhängig für verschiedene Drohnenmarken und Docks offen, anstatt uns an einen einzigen Hersteller zu binden. Zudem deckt unsere Plattform den gesamten Missionslebenszyklus von Planung, Flug, Protokollierung bis hin zum Flottenmanagement ab – statt nur ein einzelnes Element davon. Live-Videos lassen sich direkt in die Videosysteme integrieren, die Behörden bereits nutzen. Der Zugriff wird präzise nach Rolle und Mission gesteuert, und für Organisationen, die keine Shared-Cloud nutzen können, steht eine On-Premise-Variante zur Verfügung. Auf unsere Plattform vertrauen unter anderem die Polizei von Dubai für ihr „Drone as First Responder“-Programm (Reaktionszeit unter 90 Sekunden) sowie die über 700 Piloten, die die Bombeiros Portugal landesweit koordiniert. Unser Trust Center informiert Sie im Detail über Datenspeicherung und Sicherheit, und unsere Anwendungsseiten für öffentliche Sicherheit sowie Security zeigen, wie das Ganze in der Praxis funktioniert.
Wenn Sie uns diese Fragen lieber direkt stellen möchten: Buchen Sie eine Demo und bringen Sie Ihre Fragenliste einfach mit.